Abstimmen am 9. Februar

Meine Empfehlungen zu den bevor stehenden Volksabstimmungen vom Sonntag dem 9. Februar 2020.

Auf eidgenössischer Ebene:

JA zum Verbot von Diskriminierung und Aufruf zu Hass aufgrund der sexuellen Orientierung (Änderung Strafgesetzbuch)

Das ist mir ein persönliches, grosses Anliegen! Danke für Dein JA.
Im Gesetz soll es neu heissen, wer öffentlich gegen eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie, Religion oder sexuellen Orientierung zu Hass oder zu Diskriminierung aufruft oder selber aktiv Hass und Diskriminierung ausübt, würde strafbar. Das sollte längst so sein, weil es sich von selbst versteht, dass Hass und Diskriminierung wegen Persönlichkeitsmerkmalen in einer zivilisierten Gesellschaft Nichts zu suchen haben. Meinungsfreiheit bleibt völlig frei: Alle dürfen von Schwulen (z.B.) halten, was sie wollen - und das auch sachlich äussern. Verboten werden weder Witze noch selbst verachtenswerte Meinungen - verboten wird nur, deswegen öffentlich zu Hass aufzurufen. Also unbedingt ein JA in die Urne. DANKE!
Mehr Infos dazu: www.jazumschutz.ch/worum-gehts

JA zur Initiative für mehr bezahlbaren Wohnraum
Mehr Infos dazu: www.bezahlbare-wohnungen.ch

Auf Kantonsebene:

JA Zum Gesetz über den Personentransport mit Taxis und Limousinen (PTLG)

JA Ja zum Rosengartentram und Rosengartentunnel in der Stadt Zürich

JA Zur Volksinitiative für die Entlastung der unteren und mittleren Einkommen (Entlastungsinitiative)

NEIN Zur Volksinitiative Mittelstandsinitiative - weniger Steuerbelastung für alle

Und in der Stadt Zürich:

JA zu Tramdepot und Wohnsiedlung Hard

JA zur Schutz

Achtung: Wer per Post an den Abstimmungen Teil nimmt, muss das Stimmcouvert spätestens am Dienstag dem 4. Februar abgeschickt haben damit die Stimme sicher rechtzeitig bei der zuständigen Stelle eintrifft um gezählt zu werden.

 


 

Fertig im Kantonsrat

Seit Januar 2000 durfte ich bis im April 2019, mit einem Unterbruch 2007 bis 2009, im Zürcher Kantonsparlament mit arbeiten. Zahllose Begegnungen, Hochs und Tiefs, sowie interessante Geschäfte in verschiedenen Kommissionen durfte ich in dieser Zeit erleben.

Polito Misto Team
Mit dem überparteilichen Team PolitoMisto am Gigathlon 2017
 

Das Swissairgrounding mit anschliessender Gründung der Swiss auch dank Beiträgen des Kantonsrates. Die Planungen und Realisationen von überirdischer Glatttalbahn und unterirdischem Durchgangsbahnhof Zürich. Ein seinerzeit sehr fortschrittliches kantonales Partnerschaftsgesetz. Fast zehn Jahre Begleitung des Steuerstreits der ZKB mit den US-Behörden in der Kommission. Solche und ganz viele weitere abwechslungsreiche Themen begleiteten mich in dieser Zeit.

Das Leben als Politiker*in ist vieles ausser langweilig! Klar galt es dabei auch Traktanden zu bearbeiten, die mich selber weniger faszinierten. Mit dem Wissen um die Vielseitigkeit der Aufgabe, liess sich auch solches gut bewältigen. Wenn ich nun in der Vergangenheitsform schreibe, so darum, weil sich mein Parlamentsleben dem Ende zuneigt. Bis zum Legislaturende 2019 wirkte ich mit grosser Freude im Kantonsrat. Dass in unserem Kanton schon immer eine rechte Mehrheit regiert, tat meiner Freude keinen Abbruch. Natürlich würde man mit einer anderen Mehrheit auf linker Seite häufiger Erfolge feiern können. Aber aus der Minderheit hinaus in den Kommissionen erfolgreiche Arbeit leisten, die zuständigen Fachpersonen von den eigenen Anliegen überzeugen zu können, darin liegt viel Befriedigung. Dennoch zog ich nun einen Schlussstrich. Bei den Wahlen vom 24. März trat ich nicht zur Wiederwahl an.

Einst zweitjüngstes Ratsmitglied durfte ich diese grossartige Aufgabe über 17 Jahren ausführen. Der Kanton war und bleibt die Ebene, auf der ich mich engagieren wollte und durfte. Vieles, vielleicht zu vieles, musste in dieser Zeit zurück stehen. Zum Preis eines Politiker*innen-Lebens gehören nicht bloss tolle Geschäfte, das Kennenlernen ganz unterschiedlichster Menschen und viele Apéros, zu diesem Preis gehört es auch, kaum Zeit für andere Hobbys oder für ein erfülltes Privatleben zu haben. Wenn ich mich durchaus auch etwas wehmütig von der Kantonsrats-Kommissionsarbeit verabschieden werde, so freue ich mich doch darauf, wieder etwas mehr Raum für Sport & Beziehungen zu bekommen.

Allen die mir in all den Jahren ihr Vertrauen schenkten, Allen die mich auf irgend einer Weise in dieser Zeit unterstützt haben, so dass ich meinem geliebten Ratsmandat mit der gebotenen Gründlichkeit nach gehen konnte, all diesen lieben Menschen möchte ich an dieser Stelle herzlich danken.
Selbst meine politischen Gegenspieler*innen, die mich immer wieder herausforderten meine Positionen zu überdenken, auch ihnen gilt mein Dank. Ein Leben in einer Blase nur unter Gleichgesinnten wäre mir zu langweilig. Auch den Diskurs mit dem politischen Gegenüber schätze ich - tatsächlich sind mir dabei Freundschaften über fast alle Parteigrenzen hinweg entstanden.

Zum Schluss: Mit Überzeugung lege ich allen Wahlberechtigten im Kanton Zürich ans Herzen mit der Liste 2 die Kandidierenden der SP in unser Parlament zu wählen!
:-)
Herzliche Grüsse,
Euer Roland Munz